Die Geschichte des Eisstadions von 1952 - 2001

1952

Am ehemaligen "Katholischen Jugendheim" (jetzt: Jugendheim-Weg - im Bereich des jetzigen "Ärztehauses") entstand das erste Eisstadion in Schongau. Eine, von einer rechteckigen Bretterbande umschlossene Natureispiste.
Das Wasser für die Eisbereitung wurde direkt auf das Gras, bzw. wenn vorhanden -  festgetretenen Schnee gespritzt. Komfort wie Umkleidekabinen oder Beleuchtung gab es hier noch nicht.

1953
Am 4. Januar war die Eröffnungsfeier für das neue Stadion.

1954-1960
Wegen der schlechten Bodenverhältnisse wurde der Eisplatz am Jugendheim bald aufgegeben und eine neue Bleibe gesucht. Endlich wurde man am ehemaligen Volksfestplatz (Heute: Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Schongau) fündig. Ab der Saison 1954/55 wurde hier der Eisplatz errichtet. Hier konnten sogar Beleuchtungsmasten (organisiert aus dem ehemaligen Flüchtlingslager in Altenstadt) aufgestellt werden
und ein alter Bauwagen diente als Umkleidekabine.
Allerdings war vor und nach der Saison regelmäßig ernorme Anstrengungen für die Mitglieder der Eislaufabteilung notwendig, denn der Eisplatz hatte nur während der Saison bestand. Danach hieß es wieder Bande, Beleuchtung und Bauwagen abbauen und einlagern. Stimmen nach einem festen Domizil wurden immer lauter.

1960
Erstmals tauchen Träume und Pläne für ein Kunsteisstadion an einem neuen Platz auf.
Auch beheizbare Umkleidekabinen sollte der neue Bau haben.

1967
Ein neuer Standort wurde gesucht, die Wahl fiel auf die Lechuferstrasse.

1968
Das Eisstadion bekam in diesem Jahr einen neuen, den endgültigen Standort. Nicht nur, dass das schon lange der Wunsch der Aktiven war, vielmehr der geplante Neubau des Feuerwehrhauses auf dem alten Volksfestplatz an der Bahnhofstrasse war der ausschlaggebende Faktor.
Und so erfolgte am 10.08.1968 durch Bürgermeister Dr. Otto Ranz, TSV-Vorsitzenden Geretzhuber und EVS-Vorstand Karl Michl der Spatenstich am sogenannten Schwaiger-Anger, hinter dem ebenfalls im Bau befindlichen Hallenfreibad.
Geplant wurde in drei Bauabschnitten. Zuerst die Errichtung der Eispiste, dann Bau der Umkleidekabinen, des Clubheimes und des Maschinenraums und dann endgültig der Ausbau zum Kunsteisstadion.

 

1969/70
Im Frühjahr 1969 wurde mit dem Bau von Umkleidekabinen, Toiletten, Eisstüberl und Maschinenraum begonnen.

1974 /75
Umkleidegebäude und Maschinenhaus sind errichtet. Eine neue Beleuchtungsanlage aufgestellt und alle Wege asphaltiert.

1976
Vom BLSV kommt positiver Bescheid auf einen Zuschussantrag. Der Stadtrat bestätigt in der Sitzung vom 24.02.1976 die Zusage. Der Ausbau zum unsteisstadion ist beschlossen!

Nach 13.000 freiwilligen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder, sowie großzügiger Unterstützung durch die Stadt Schongau, des Bayerischen Landessportverbandes und des Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen wurde nach über 8 Jahren Bauzeit auch der 3. Abschnitt vollendet. Schongau besitzt ein Kunsteisstadion. Gleichzeitig mit der Eröffnung am Freitag, 10.12.1976 wurde auch das 25jährige Bestehen des Eissportvereins gefeiert.

1979/80
Das Stadion wurde gründlich überholt. So wurde der Kanal neu verlegt, nachdem es im Vorjahr Schwierigkeiten mit der Abwasserbeseitigung gab. 180 Meter Stoßbretter wurden neu verlegt; neue Schutzgitter hinter den Toren installiert.
Am westlichen Tribünenhang wurden wegen der zuletzt großen Besucherzahl weitere Tribünenstufen ausgebaut. Auch die Stromversorgung wurde erneuert und Schönheitsreparaturen am Gebäude durchgeführt.

1991
Der Stadtrat sagt ja zum Stadiondach (Februar 1991). Das Projekt von Architekt und 2. Vorstand Helmut Vollmann soll etwa 3,6 Mio. DM kosten. Außer dem Dach und zwei Tribünen für insgesamt ca. 2000 Zuschauer sollen 4 zusätzliche Kabinen und eine ca. 100 Plätze fassende Gastwirtschaft entstehen.

1992-94
Der TSV gibt auf seiner Hauptversammlung noch "grünes Licht" zum Eisstadiondach. Allerdings scheitert das Projekt, da die Finanzierung durch fehlende Unterstützung seitens der Regierung von Oberbayern nicht gewährleistet ist.
Im August 92 gibt der Stadtrat bekannt: das Dach über dem Eisstadion kommt nicht. Wegen Geldmangels ist das Projekt zunächst auf "Eis" gelegt. Der TSV legt daraufhin einen neue Planung vor, die lediglich eine Vergrößerung des Umkleidetraktes und eine Sanierung des bestehenden Gebäudes vorsieht.
Nach der Saison 1992 beginnen die Umbauten mit viel Eigenleistung der EAS-Mitglieder.
Mit ungemein viel Eigenleistung werden vier neue Kabinen mit Duschen, 5 Trockenräume,
eine Schiedsrichterkabine und ein neuer Kassenraum errichtet.

1996
Der Stadtrat von Schongau gibt am 29.10.1996 grünes Licht für die Sanierung der Betonpiste im Stadion und damit zum Umbau für eine inlinetaugliche Piste.

Weitere zukunftsweisende Investitionen wurden getätigt. So konnte die Stadt z. B. davon überzeugt werden, dass eine neue Eisaufbereitungsmaschine im Wert von fast 200 000.-DM notwendig sei.

1999/2000  
16.11.1999: Der Stadtrat von Schongau gibt unseren Antrag auf Überdachung des Stadions,
das grundsätzliche "Ja". Es beginnen die Planungen und Absprachen mit den Ämtern,  die das Projekt auszusehen habe. Sobald der Boden es zulässt (Frost), mussten Bodenproben Aufschluss über die mögliche Bauform und Größe geben.
27.04.2000: Ungeduldig beginnen die Mitglieder der EAS mit Abbrucharbeiten am Stadion.
10.05.2000: Die Kühlanlage wird saniert. Schallschutzgutachten schreiben statt der geplanten Überdachung eine dreiseitige Einhausung vor.
23.05.2000: Die dadurch entstehenden Mehrkosten  werden vom Stadrat mit großer Mehrheit abgesegnet. Die EAS-Mitglieder bauen die Kurvenradien der Piste auf den NHL-Standard um und beginnen mit der Bandenkonstruktion.
11.07.2000: Der Stadtrat ringt sich in einer Kampfabstimmung mit 12 : 10 Stimmen für die sofortige Errichtung der zunächst optionalen Osttribüne durch.
20.07.2000: Mit dem Legen einer Drainage im Westhang beginnen endlich die Vorarbeiten.
26.07.2000: Die alten Tribünen werden abgerissen.
08.08.2000: Offizieller Spatenstich durch Bürgermeister Dr. Zeller; TSV Vorstand Schwecke, EAS-Vorstand Lutzenberger und den Herren Strommer und Baab.
09.08.2000: Die Fundamentarbeiten beginnen.
11.09.2000: Die EAS-Mitglieder beginnen mit der Bandenmontage.
30.09.2000: Bande ist fertig. Beginn der Pflasterarbeiten.
04.10.2000: Die Betonsäulen für die Dachkonstruktion werden gesetzt
09.10.2000: Beginn der Holzarbeiten für das Dach und der Bau der Osttribüne.
13.10.2000: Beginn der Elektromontage.
18.10.2000: Beginn der Dachdeckerarbeiten.
21.10.2000: Die Absturzsicherungen werden vorbereitet.
21.10.2000: Erste Beleuchtungskörper in der Halle montiert.
25.10.2000: Beginn der Westtribüne.
28.10.2000: Beleuchtung komplett.
30.10.2000: Beginn der Montage der Absturzsicherung Westtribüne.
01.11.2000: Die Eisbereitung hat begonnen.
02.11.2000: Das Dach ist eingedeckt
06.11.2000: Die Linien werden aufbereitet.
10.11.2000: Restarbeiten Westribüne.

 

Spatenstich am 08.08.2000

Foto vom 23.08.2000

Foto vom 16.10.2000

Foto vom November 2000

2001
Restliche Malerarbeiten im Stadion wurden erledigt, die zusätzliche Beleuchtung hinter den Toren montiert und eine neue Lautsprecheranlage ins Zentrum der Halle verlegt.
Das Stadion wurde an die Kanalisation angeschlossen und es entstand ein neuer Gehweg mit entsprechender Beleuchtung, um auch alle Parkplätze an der Lechuferstrasse nutzen zu können.